Weinendes Kind_PixabayPressemeldung vom 01.02.2023

Münchner Sicherheitskonferenz-Chef Heusgen: Eskalation des Ukraine-Krieges “wäre völkerrechtskonform”

Der Trägerkreis der Internationalen Münchner Friedenskonferenz, der inhaltlich qualifizierten Alternativveranstaltung zur Münchner Sicherheitskonferenz, zeigt sich besorgt über die Rhetorik aus Kreisen der Sicherheitskonferenz. „Wenn die Ukrainer mit Waffen gegen militärische Einrichtungen in Russland vorgehen würden, wäre dies völkerrechtskonform,“ sagte Christoph Heusgen, Chef der Sicherheitskonferenz, kürzlich gegenüber der Mediengruppe Bayern. Unerwähnt blieben dabei das zusätzliche menschliche Leid und die Zerstörung – bis hin zum potenziellen Einsatz von Atomwaffen – die eine solche Eskalation des Krieges mit sich bringen würde. Friedenskonferenz-Organisatorin Maria Feckl sagt dazu: “Damit demonstriert Heusgen einmal mehr die grundlegende Missachtung menschlicher Sicherheit vonseiten der Organisator*innen der sogenannten ‘Sicherheitskonferenz’.”

Weiterhin kritisiert Feckl den Mangel an Bereitschaft zur gewaltfreien Konfliktbearbeitung und  diplomatischen Initiativen. Denn zur Sicherheitskonferenz wurde laut Heusgen kein Vertreter der russischen Regierung eingeladen, angeblich, um ihr kein Podium für Propaganda zu liefern. Somit seien auf der Sicherheitskonferenz aber auch keine (informellen) diplomatischen Gespräche zwischen Russland und NATO-Staaten oder der Ukraine möglich, sagt Feckl. “Stattdessen betreibt Heusgen selbst Propaganda, indem er es als unausweichlichen Fakt darstellt, dass Russland als nächstes die baltischen Staaten angreift.”

“Dieser starre Militarismus bestätigt leider erneut die Notwendigkeit der Demonstration gegen die ‘Sicherheitskonferenz’ sowie die Alternativveranstaltung, der Internationalen Münchner Friedenskonferenz,” so Feckl. “Auf der Friedenskonferenz bekommen dieses Jahr Vertreter*innen der Zivilgesellschaft (u.a. der Letzten Generation) die Chance, ihre politischen Prioritäten dem Kriegskurs und dem Aufrüstungswahn der ‘Un-Sicherheitskonferenz’ gegenüberzustellen.” Zudem gebe es einen Workshop zum Konzept der Sozialen Verteidigung sowie Vorträge über Kriegsinteressen und Kriegsnarrative in Afghanistan und der Ukraine.

Mehr Information unter www.friedenskonferenz.info

Gerne bieten wir Ihnen Interviews mit den Referent*innen und Gastbeiträge zum Thema an.

Kontakt:
Maria R. Feckl, Projektleitung Internationale Münchner Friedenskonferenz und Ansprechpartnerin vor Ort, Mobil  0160 97 50 20 28, E-mail:
office@friedenskonferenz.info

Organisationen des Trägerkreises:
DFG-VK
pax christi Diözese München und Freising e.V.
Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)
Greenpeace e.V.
MSKverändern e.V.
Netzwerk Friedenssteuer
NatWiss Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit e.V.
Helmut-Michael-Vogel Bildungswerk e.V.
IFFF Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit