Friedenskonferenz München

PodiumsteilnehmerInnen und MusikerInnen beim Internationalen Forum am 17.2. 2017 im Alten Rathaus der Stadt München

von Links: Elsa Rassbach, Daniela Dahn, Fabian Scheidler, Clemens Ronnefeldt, sowie die "Neurosenheimer" Katrin Stadler, Marita Gschwandtner, Katrin Zellner und Tobias Hegemann

 

Berichte von der Internationalen Friedenskonferenz 2017 und Dokumentation der Beiträge

 

Aktuelle Mitteilung an die Medien vom 18.2.2017

Zum 15. Mal findet die diesjährige Internationale Münchner Friedenskonferenz statt. Der Saal im Alten Rat bei der Hauptveranstaltung am 17.2.2017 war voll – das Publikum mit 350 Besuchenden war von den lebendigen und informativen Beiträgen begeistert. Die Neurosenheimer spielten auf und sorgten für den musikalischen Genuss.
Die Referent*innen des Abends vom 17.2. und am Vormittag des 18.2. plädierten für Sicherheit durch Verhandlungen, für Frieden und Abrüstung, jeweils von ihren Spezialgebieten aus:
Im Diskussionsforum von heute Vormittag kam die Frage auf, was die Friedensbewegung denn bewirken würde. Alle Referierenden sprechen sich für Milieu-übergreifende Bündnisse aus. Es ist ein Politikum: Die Nicht-Regierungsorganisationen müssten mit mehr Geld ausgestattet werden. Eine ehrenamtlich arbeitende Friedensbewegung kann nicht das leisten, was die gutbezahlten Vollzeitlobbyisten der Industrie aufzubieten haben. Ein langer Atem ist nötig, die Umsetzung der Themen aus der Friedensbewegung dauert oft lange, siehe die Geschichte der Arbeiterbewegung oder der Frauenrechtsbewegung (wie lange dauerte es, bis es zu einem arbeitsfreien Wochenende kam? Und es dauerte 150 Jahre bis zum Wahlrecht für Frauen!).
Elsa Rassbach gab zu Bedenken, dass wir von amerikanischer Warte eine erfolgreiche Friedenbewegung hätten, zum Beispiel die Proteste gegen Ramstein und Drohnen. Wir hätten in Deutschland die Infrastruktur, mit der wir vieles bewirken könnten. Die deutsche Friedensbewegung wäre beispielhaft.
Fazit: Das Wohl in der Welt hängt davon ab, wie stark Völker- und Menschenrechte sind. Ja zum Schutz der Menschenrechte durch Prävention. Nein zum Krieg!

Dokumentation der Beiträge zur Internationalen Münchner Friedenskonfernz 2017

Zusammenfassender Bericht über die Internationale Friedenskonferenz

von Marion Wittine, Pax Christi, kurze Fassung.


Links auf Berichte über die Friedenskonferenz:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchner-sicherheitskonferenz-alle-sprechen-von-sicherheit-dieser-mann-spricht-vom-frieden-1.3381026

Bericht über die Sicherheitskonferenz mit Erwähnung der Friedenskonferenz:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/sicherheitskonferenz-polizei-will-bei-muenchner-siko-fuer-groesstmoegliche-sicherheit-sorgen-1.3378530

 

Gastkommentar von Thomas Rödl in der Frankfurter Rundschau vom 17.2. 2017

 


Dokumentation der Beiträge zum Internationalen Forum am 17.2. 2017

Fabian Scheidler, Autor von („Das Ende der Megamaschine“, Mitbegründer Kontext TV)

Risse in der Megamaschine. Systemisches Chaos und Wege zu einer gerechteren Weltordnung

Fabian Scheidler demontiert Fortschrittsmythen der westlichen Zivilisation und zeigt, wie die Logik der
endlosen Geldvermehrung von Anfang an menschliche Gesellschaften und Ökosysteme zerrüttet hat.
Die wachsende Instabilität und der absehbare Niedergang der globalen Megamaschine eröffnen heute
jedoch Möglichkeiten für tiefgreifende Veränderungen, zu denen jeder von uns etwas beitragen kann.

Videoaufzeichnung des Vortrags vom 17.2. 2017: http://www.megamaschine.org/videos/#friedenskonferenz

Abschrift  des Vortrags, vom Autor redigiert


Daniela Dahn: "Kooperation oder Konfrontation mit Rußland"

Die Expansion der NATO nach Osten hat zu einer neuen Ära der Konfrontation mit Russland geführt.

Wie kommen wir zurück zu einer Politik der Entspannung und der gemeinsamen Sicherheit?

Videoaufzeichnung vom 17.2. 2017: http://www.kontext-tv.de/de/blog/muenchner-friedenskonferenz

Manuskript des Vortrags von Daniela Dahn, ergänzt mit Beobachtungen aus der Münchner Sicherheitskonferenz


Text der Moderation von Clemens Ronnefeldt am 17.2. 2017


 

Elsa Rassbach (US-Bürgerin in Deutschland, Filmemacherin und Journalistin) (Bearbeitung der Präsentation mit Bildern und Videos ist in Arbeit)

Gewaltfrei gegen Drohnenkrieg

Die US- Streitkräfte und Geheimdienste benutzen Stützpunkte in Deutschland wie Ramstein und AFRICOM (Stuttgart) für Angriffe mit Kampfdrohnen im weltweiten "Krieg gegen den Terrorismus". Die Bundesregierung duldet rechtswidrige US-Einsätze und beabsichtigt 2017 bewaffnungsfähige Drohnen für die Bundeswehr anzuschaffen. Die CODEPINK-Aktivistin Elsa Rassbach erläutert, wie die US- und deutsche Friedensbewegung gewaltfrei gegen den Einsatz von Kampfdrohnen protestiert und deren internationale Ächtung fordert. Sie hat eine wesentliche Rolle dabei, die Kampagnen der Friedensbewegung in USA und Deutschland zusammen zu bringen.


Prospekt mit dem gesamten Programm der Konferenz 2017


ReferentInnen  der Friedenskonferenz 2017

Daniela Dahn

daniela.dahn@berlin.de

Kontakt über Rowohlt Verlag: Frau Lisa Marie Paesike, Tel.: 040 – 72 72 314

Biografie

Kritisieren heißt: sich verantwortlich fühlen. Gerade wenn wir bereit sind, die permanenten Unzulänglichkeit als den Zustand anzunehmen, der uns gegeben ist, sollten wir nicht so tun, als wäre das nichts. Wer nie versucht hat, sich einzumischen, soll nicht behaupten, es ginge nicht.

Daniela Dahn, geboren 1949 in Berlin. Aufgewachsen und Abitur in Kleinmachnow. Volontärin bei DEFA und Fernsehen. Journalistik-Studium in Leipzig bis 1973. Fernsehjournalistin. Kündigung 1981, Rückzug aus journalistischer Tätigkeit. Seit 1982 freie Schriftstellerin in Berlin. Im Herbst 1989 Gründungsmitglied des “Demokratischen Aufbruchs”, später auch hier Rückzug.

Bibliografie - Bücher im Rowohlt Verlag:

Mitgliedschaften:
PEN, Beirat der Humanistischen Union, Internationale Untersuchungskommission „Grundrechte und Globalisierung”. Stellvertretende Vorsitzende des Willy-Brandt-Kreis e.V.

Auszeichnungen:
Fontane-Preis, Berlin-Preis, Tucholsky-Preis, Louise-Schroeder-Medaille, Börne-Preis.

17.-18.2.2017: Referentin auf der Internationalen Münchner Friedenskonferenz, Beobachterin auf der Münchner Sicherheitskonferenz für die Projektgruppe MSKverändern e. V., Grußwort auf der Demo gegen die Münchner Sicherheitskonferenz


 

Elsa Rassbach          

CODEPINK spokesperson in Germany (www.codepink.org). ; elsarassbach@gmail.com

+49 170 738 1450

ELSA RASSBACH is a co-founder of the German Drone Campaign network (“Drohnen-Kampagne”) and helped launch discussions about the German government’s role in supporting illegal U.S. drone killings via AFB Ramstein. Inspired by participation in CODEPINK protests at AFB Beale and AFB Creech, she was also with CODEPINK on the Gaza Freedom March in in Cairo in 2009 with the delegation to Gaza in 2012. Elsa was born and raised in the U.S.; her father left Germany in 1938. As a student at the Berlin film academy in the late 1960s/early 1970s, she worked with GIs in Germany who were resisting the Vietnam War. Subsequently she was a producer and screenwriter for U.S. public television in Boston and New York for 20 years. She is best known for award-winning work on the NOVA series and on the history of American labor and struggles of black people for prime time U.S. television. Since the 1990s she has been an independent filmmaker and journalist. Following the U.S. invasion of Iraq in 2003, she organized campaigns in support of GIs in Germany who resisted participation in the Iraq war. She works with several U.S. and German organizations, including CODEPINK, UNAC (United National Antiwar Coalition), DFG-VK (the German section of War Resisters International) and attac.
 

ELSA RASSBACH ist eine der Mitbegründer*innen der deutschen “Drohnen-Kampagne“ und hat dazu beigetragen, die Diskussionen über die Rolle der Bundesregierung in der Unterstützung von rechtswidrigen Tötungen mittels Drohnen durch die USA über dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein anzustoßen. Sie wurde inspiriert durch ihre Teilnahme an Protesten von CODEPINK an den US-Stützpunkten Creech und Beale und hat auch mit CODEPINK am Gaza-Freiheitsmarsch in Kairo 2009 und in einer Delegation nach Gaza 2012 teilgenommen. Elsa ist in den USA geboren und aufgewachsen; ihr Vater ist 1938 aus Deutschland emigriert. Als Studentin an der Filmakademie in Berlin (DFFB) in den späten 60ern und frühen 70ern unterstützte sie den GI-Widerstand gegen den Vietnam-Krieg. Im Folgenden arbeitete sie für 20 Jahre als Produzentin und Autorin für das US-öffentlich-rechtliche Fernsehen. Sie ist vor allem bekannt durch ihre preisgekrönte Filmarbeit für die Fernsehreihe NOVA und über die Geschichte der US-Afroamerikanischen- und Arbeiterbewegungen für das US-Abendfernsehen. Seit den 90ern ist sie unabhängige Filmemacherin und Journalistin. Nach dem Überfall der USA auf Irak 2003 organisierte sie Unterstutzungskampagnen für GIs in Deutschland, die Widerstand gegen den Irakkrieg leisteten. Sie arbeitet mit mehreren US-amerikanischen und deutschen Gruppen zusammen, u.a. CODEPINK,UNAC (United National Antiwar Coalition), DFG-VK und ATTAC.

Filme - eine kurze Auswahl

-- "The Killing Floor" (1985), Sundance Film Festival Special Jury Award

118 Min., Englisch http://www.thekillingfloor-thefilm.com

-- "We Were Soldiers in the 'War on Terror': Zeugnisse aus dem Irakkrieg" (2012)

23 Min., Englisch mit deutschen Untertiteln https://vimeo.com/61959387

Journalistische Beiträge u. a. in Truthout, Common Dreams, Peace Review, Mondoweiss, Counterpunch, +972, junge Welt, Neues Deutschland, ZivilCourage, IPPNW forum. Siehe auch "Wie sich Europäer der Drohnen- und Roboter-Kriegsführung widersetzen" in Töten per Fernbedienung, red. Peter Strutynski, 2013 und "Aktivistin gegen den Vietnamkrieg" in Die 68erinnen, red. Ute Kätzel 2002, 2008

kurze Videos mit Elsa Rassbach:

http://codepink-in-germany.org/2016/03/06/videos/ (nach unten scrollen)

 

WAS IST CODEPINK?

CODEPINK (oder Code Pink) ist eine von Frauen initiierte, basisdemokratische Bewegung für Frieden und soziale Gerechtigkeit.

Die Gruppe wurde am 2. Oktober 2002, dem Geburtstag Mahatma Gandhis, in den USA gegründet. Mit kreativen Kampagnen und dem Bekenntnis zur Gewaltfreiheit betont CODEPINK den Spaß und den Humor an ihrer und bei ihrer Arbeit trotz der Ernsthaftigkeit der Themen, die eine breit gefasste Lobbyarbeit beim US-Kongress, mit spektakulären Medienauftritten bis zum friedlichen Zivilwiderstand umfasst. Der Name CODEPINK ist eine Anspielung auf das Farbcodesystem, das von der Bush-Regierung nach dem 11.09.2001 im „Krieg gegen den Terror“ eingeführt wurde, womit die Bürger*innen vom Homeland Security (Ministerium für Innere Sicherheit) über den Grad der jeweiligen Terror-Gefahr im Land und das nötige Verhalten informiert werden sollten. CODEPINK wurde in den vergangenen Jahren mehrfach ausgezeichnet. In Deutschland z.B. hat CODEPINK zusammen mit „Lebenslaute“ den 2014 Aachener Friedenspreis erhalten (www.aachener-friedenspreis.de/preistraeger/archiv/jahr-2014.html). Das Buch über den US Drohnenkrieg der Mitbegründerin Medea Benjamin ist schon 2013 in deutscher Fassung veröffentlicht worden (www.laika-verlag.de/edition-provo/medea-benjamin-drohnenkrieg-–-tod-aus-heiterem-himmel).

Nach Ansicht von CODEPINK ist der illegale Drohnenkrieg der USA eine wichtige Ursache des weltweit eskalierenden Terrorismus und der Flüchtlingswellen.

Eine Delegation von sieben langjährigen CODEPINK-Aktivist*innen werden am 15. April den 2016 Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis für Toleranz und Humanität in kultureller Vielfalt feierlich entgegen nehmen (http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/wilhelmine-von-bayreuth-preis-fuer-us).

In den Tagen vor und nach der Preisverleihung in Bayreuth werden die CODEPINK-Delegierten eine Rundreise in Deutschland machen, um sich mit der deutschen Bevölkerung und mit Politiker*innen und Journalist*innen über Friedensthemen auszutauschen. Schwerpunkt in den aktuellen Friedensbemühungen der Delegation ist die Diskussion um die zentrale Rolle der Air Base Ramstein (bei Kaiserslautern) und AFRICOM (Stuttgart) in den US-Drohnenkriegen sowie die Modernisierung der US-Atomwaffen in Büchel/ Eifel.


 

Wiltrud Rösch-Metzler       

Bundesvorsitzende von Pax Christi

paxchristi@roesch-metzler.de

 

Wiltrud Rösch-Metzler arbeitet als freie Journalistin in Stuttgart.

Ausbildung: Politologie M.A./University of Florida und Diplomjournalistin/Universität Hohenheim,

ist seit 2009 Bundesvorsitzende der internationalen katholischen Friedensbewegung pax christi,

2010-2016: Mitglied im internationalen Vorstand von pax christi

2000-2009: Sprecherin der pax christi-Nahostkommission

http://www.friedensdekade.de/pressebericht/verantwortung-ja-krieg-nein-interview-der-oekumenischen-friedensdekade-mit-pax-christi/


Stefan Maaß

Leiter Arbeitsstelle Frieden, der evangelischen Landeskirche in Baden

Blumenstraße 1-7, 76133 Karlsruhe, 0721 9175470

Stefan.Maass@ekiba.de

Die Arbeitsschwerpunkte von Stefan Maaß:

Die Arbeitsstelle Frieden ist eine Fachstelle für alle Fragen rund um das

Thema Frieden. Wir haben verschiedene Schwerpunkte, diese reichen

von der Leitung des Prozesses "Kirche des gerechten Friedens werden"

über die Entsendung von Freiwilligen ins Auslands bis hin zur

Gewaltprävention in Gemeinde und Schule und auch die Begleitung von

Soldaten auf dem Weg zur Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer ist

eine wichtige Aufgabe von uns.

2013 hat die Landessynode einen Beschluss zur Friedensethik gefasst und seit 2014 gibt es ein umfassendes Programm der Landeskirche zur Umsetzung.

Friedenspädagogik (Friedensstifter)

Im Rahmen des Programmes Jugendliche werden Friedensstifter werden Schulklassen und Konfirmandengruppen befähigt,

Gewalt zu erkennen und zu überwinden - sich also für den Frieden einzusetzen.

Beratung von Kriegsdienstverweigerern

Wir beraten Soldatinnen und Soldaten die aus Gewissengründen den Kriegsdienst verweigern wollen.

Stefan Maaß tritt als Referen im Rahmen der Internationalen Münchner Friedenskonferenz am 18.2.2017, 19.00 h, in der Veranstaltung „Friedensethik – Friedenspolitik“ auf. Mit Kirchen und Gewerkschaften im Gespräch.


 

Renate Börger

geb. 1954, ist freie Journalistin, vor allem Rundfunk, aktiv beim         
globalisierungskritischen Netzwerk Attac sowie in der Ernst-Friedrich Schumacher-
Gesellschaft („Small is beautiful!“)
Bei der Internationalen Münchner Friedenskonferenz 2017: Moderation am
18.2.2017 bei der Diskussion des Manifests zum Schutz der Menschenrechte
durch Prävention

 


Simone Burger


eMail: simone.burger@dgb.de                               

Regionsgeschäftsführerin und Vorsitzende DGB Kreisverband München
Betreuungsbereich: München Stadt und Land, Starnberg, Dachau, Fürstenfeldbruck

Zuständigkeiten: politische Planung und Kampagnen
SPD-Stadträtin, Fachsprecherin für Arbeitsmarktpolitik, stellv. Sprecherin im Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft
Mitglied in den Ausschüssen:
Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft
Gesundheitsausschuss
Sozialausschuss
Geboren 1979 im Oberallgäu, Studium der Politikwissenschaft,
seit 2012 DGB-Regionsgeschäftsführerin München.
Im Stadtrat seit 2014.
Aufsichtsrätin bei: Münchner Arbeit gGmbH (ehemals Freimanner Werkstatt), MGH-Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft mbH, Stadtwerke München (SWM); GmbH und SWM Services GmbH

Besondere Anliegen: Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen; eine zukunftsorientierte berufliche Ausbildung
Zugang für alle zu einer sehr guten Gesundheitsversorgung; ein soziales München, in dem sich alle zu Hause fühlen
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