Friedenskonferenz München

Liebe Freundinnen und Freunde, UnterstützerInnen der Münchner Friedenskonferenz.

Die Friedenskonferenz 2019 liegt schon wieder einige Wochen hinter uns.

Der Trägerkreis blickt zurück auf eine weitere erfolgreiche Friedenskonferenz. Alle Veranstaltungen haben stattgefunden wie geplant und die Zahl der BesucherInnen bleibt auf konstant hohem Niveau.

Neu in diesem Jahr war ein Forum der Jugend, eine Woche vor der Hauptveranstaltung. Die Vorbereitung war sehr zeitaufwendig, mit Hilfe von DGB- Jugend, Kreisjugendring, BDKJ und anderen, konnte es dann stattfinden. Die Beteiligung (ca 30 TN) hat nicht den Erwartungen entsprochen, aber der feste Wille bei allen Beteiligten ist vorhanden, im kommenden Jahr das Forum nochmal zu versuchen.

Alle Beiträge des Freitagabends sind auf Video aufgezeichnet und über Internet verfügbar.

http://www.friedenskonferenz.info/index.php?ID=1 . Hier finden Sie auch links auf diverse Medienberichte und Erwähnungen der Veranstaltungen. Eine Abschrift der Vorträge und die Erstellung einer Dokumentation in Papierform ist leider nicht mehr leistbar.

 

Weiter unten finden Sie einen Kurzbericht über die Veranstaltungen.

 

Wir danken allen UnterstützerInnen und SpenderInnen der Friedenskonferenz!

 

Für den Trägerkreis: Thomas Rödl, Sprecher der DFG-VK Bayern.

 

Aktuell: Der Trägerkreis der Münchner Friedenskonferenz unterstützt eine Menschenkette am 1.6. 2019 in München, mit der gegen die Kündigung des sog. INF- Vertrages protestiert werden soll

Mitmachen!  Menschen gegen Atomwaffen! Rettet den INF*- Vertrag!

Menschenkette vom US- Konsulat (Königinstr. - Ecke von-der-Tann-Straße) zum russischen Konsulat (Maria-Theresia-Str./Europaplatz, hinter dem Friedensengel)

Infostand am US- Konsulat ab 10:00 Uhr, Kette Start 11:00 Uhr

Wir wollen:

Keine neuen Atomwaffen in Europa!

US-Atombomben abziehen statt modernisieren!

Keine neuen Atombomber für die Luftwaffe!

Für ein Europa ohne Atomwaffen!

Zeitgleich sind Aktionen in Berlin, Frankfurt, Hamburg, … geplant

* der INF- Vertrag verbietet Atomraketen zwischen 500 und 5000 km Reichweite

Mehr Infos über die Aktion in München

http://www.dfg-vk-bayern.de/pdf/2019_06_01-INF-WerbezettelV2-mai-2019.pdf

facebook: https://www.facebook.com/events/2403173006634244

Info-Faltblatt zum Thema: http://www.no-militar.org/pdfs/Bombenstimmung-2019-A1-web.pdf

VeranstalterInnen in München: DFG-VK, Münchner Friedensbündnis, IPPNW

 

Bericht Freitag, Internationales Forum, 15.2.

Dr. Erhard Crome stellte den Bezug her zur aktuell diskutierten Kündigung des sog. INF- Abkommens zwischen den USA und Russland. Die Vorgeschichte der aktuellen Klage und der neuen Konfrontation mit Russland sei in der Ost-erweiterung der NATO zu suchen. Sie wurde entgegen vieler Versprechungen durch hochrangige westliche Politiker und gegen die erklärten Interessen Russlands durchgesetzt. Er plädierte für Einhaltung von Verträgen und Völkerrecht und für eine neue Entspannungspolitik. Den ebenfalls spannenden Aspekt der zunehmend konflikthaften Beziehung zwischen Europa und den USA ließ er weg.

Karin Leukefeld, Journalistin und Expertin für Syrien und die Nah-Ost-Region, stellte die vielschichtige Konfliktlage und die vielfältige Einmischung von außen in den angeblichen Bürgerkrieg in Syrien vor. Die Bestrebung der USA und ihrer Alliierten, das Assad- Regime zu beseitigen war zweifellos ein wichtiger Faktor für den lange dauernden (und noch andauernden) Bürgerkrieg. Demgegenüber ist der Focus der Berichterstattung der bundesdeutschen Medien auf das brutale Eingreifen von Russland auf Seiten des Assad Regimes gereichtet. So gab es kritische Reaktionen auf den Vortrag, Frau Leukefeld habe Partei für das Regime ergriffen; sie war aber durchweg an der Einhaltung von Völker- und Menschenrechten orientiert und ihre Anteilnahme galt den Opfern des Krieges.

Für das dritte Hauptreferat konnte der Trägerkreis Peter Schaar, ehem. Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit gewinnen. Er stellte in seinem Referat den Zusammenhang her zwischen dem sog. Krieg gegen den Terror in vielen Ländern, und den Bemühungen in der BRD, die polizeilichen Möglichkeiten von Überwachung und Datensammlung schrittweise auszuweiten. Die mit dem Krieg gegen den Terror einhergehenden Anschläge hier (bzw in Frankreich, Großbritannien u.a.) konnten dadurch nicht verhindert werden. So führt der vorgebliche Kampf gegen den Terrorismus im Namen der westlichen Werte und Freiheiten genau zur schleichenden Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten.

 

Frieden und Gerechtigkeit für Afrika, Diskussionsrunde am 16.2. 2019

Inhaltlich und methodisch ein gelungener Abend, der sich von den eher traditionellen Diskussionsrunden der letzten Jahre abhob. Nicht zuletzt der engagierte Einführungsvortrag von Veye Tatah prägte diesen Eindruck. Afrika soll anders gesehen werden-  nicht romantisierend mit wilder Natur, Landschaft und Tieren, auch nicht als Objekt humanitärer Hilfeleistungen. Sondern als Kontinent mit vielfältigen Potentialen und positiver Entwicklung. Die Hilfsindustrie in Europa und USA sei ein Mittel, afrikanische Länder in postkolonialer Abhängigkeit zu halten - eine These die zumindest aufhören ließ.

Maria Biedrawa erzählte von Situationen gewaltfreier Konfliktbewältigung in gefährlichen und gewaltträchtigen Situationen, v.a. in der zentralafrikanischen Republik. Dort hatte sie an Friedensprojekten mitgewirkt.

Die bedächtige und analytische Rede von Frau Biedrawa wurde dann von der dynamischen und bildreichen Präsentation von Projekten abgelöst.

Frau Ruth Paulig präsentierte „Promoting Africa“, die schwerpunktmäßig die Ausbildung von HandwerkerInnen in Kenia  unterstützt. Die Ausbildungsprojekte sind an den realen Bedürfnissen der Länder orientiert, so z.B. Installateure, Solartechniker, Fahrradmechaniker

Zuletzt stellte Benedikt Habermann das Projekt „Khala - faire Kleidung aus Malawi“ vor. Er berichtete anschaulich und erfrischend realistisch von den Problemen, in einem der ärmsten Länder Afrikas eine Textilproduktion aufzubauen, die langfristig rentabel sein soll und das hiesige Promotion- Team auch einmal finanzieren soll. Das geht nicht ohne Widersprüche und so ergaben sich zwanglos lebhafte Diskussionen.

Was noch fehlte war, den Zusammenhang explizit herzustellen zwischen der Militär- und gewaltfixierten Interventionspolitik der Regierungen, namentlich Frankreichs und Deutschlands in Afrika, einerseits, und den vielen Möglichkeiten, zu Entwicklung, Nachhaltigkeit und Fähigkeit zur zivilen Konfliktbearbeitung, andererseits.

Thomas Rödl  18.4. 2019

 


Trägerkreis der Friedenskonferenz:


Organisation und Koordination:

Der Trägerkreis in Zusammenarbeit mit dem Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerk zur Förderung der Friedensarbeit der DFG-VK Bayern (Geschäftsführer: Thomas Rödl)

Koordinationsbüro des Trägerkreises, c/o DFG-VK Bayern, Schwanthalerstr. 133,

80339 München, Tel 089 - 89 62 34 46;  E-Mail: muenchen@dfg-vk.de

Wir bitten um Spenden zur Finanzierung der Friedenskonferenz!

Ihr Beitrag wird es uns ermöglichen, auch im nächsten Jahr eine internationale Friedenskonferenz durchzuführen!

Konto des Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerkes e.V.,

bei der GLS- Bank, Stichwort „Friedenskonferenz“ (Spenden steuerlich absetzbar)

IBAN: DE37 4306 0967 8217 1208 00 ; BIC: GENODEM1GLS

Bitte teilen Sie uns Ihre Adresse mit, bzw. stellen Sie sicher, daß auf dem Überweisungsbeleg Ihre komplette Adresse mitgeteilt wird, wenn Sie eine Spendenquittung benötigen!

Wir bedanken uns bei allen UnterstützerInnen, die die Durchführung der Konferenz ermöglichen!


Die Veranstaltung wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Weitere UnterstützerInnen: http://www.friedenskonferenz.info/index.php?ID=1

 

 

                                                                                                      

 

 

 

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